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Klimaschutz und ökologisches, gesundes Bauen mit nachwachsenden Rohstoffen

Klimaschutz und ökologisches Bauen

Ökologisch orientiertes Bauen mit nachwachsenden Rohstoffen leistet einen großen Beitrag zu Klimaschutz, Energieeffizienz und Nachhaltigkeit. Der Energieeinsatz zur Gewinnung bzw. zur Herstellung vieler dieser Baustoffe ist vergleichsweise gering.  Außerdem speichern die Materialien das Kohlendioxid, welches die Pflanzen ursprünglich im Wachstum aufgenommen haben, für einen langen Zeitraum und Sie fungieren so für viele Jahre als Kohlenstoffsenke. Das heißt, Baustoffe aus nachwachsenden Rohstoffen haben am Ende Ihres Lebenszyklus ein Energieguthaben, das quasi klimaneutral gehoben werden kann. Für das klimafreundliche Bauen bedeutet das:

1. "Bauen mit nachwachsenden Baustoffen", d.h. Bauen und Wohnen mit Holz und vielen weiteren Dämm- und Ausbaustoffen auf pflanzlicher Basis.

2. "Heizen mit erneuerbaren Energien", wie z.B. mit Scheitholz, Holzpellets, Hackschnitzel, Bioerdgas oder Nahwärme aus Biomasse-Heizkraftwerken und Biogasanlagen.

Gesundheitheitliche Aspekte

Der Schutz und die Förderung unserer Gesundheit ist eine wichtige Grundvoraussetzung für das Bauen. Sehr mit der Gesundheit verbunden sind auch Themen wie Komfort, Behaglichkeit, subjektives Empfinden und Erlebnisqualität in Gebäuden. So bietet das Bauen mit Holz und anderen nachwachsenden Rohstoffen oder Materialkombinationen wie z.B. mit Naturbaustoffen aus Lehm und Kalk in dieser Richtung viele Vorteile.

 

Klimafreundliches Wohnen und Bauen

Der Bereich Bauen und Wohnen hat ungefähr einen Anteil von fast 20% am jährlichen gesamten CO2 Ausstoß in Deutschland. Ein Bundesbürger verursacht hier durchschnittlich ca. 2000 kg CO2 pro Jahr.

Energieeffizienz- oder Passivhäuser sind immer noch die Ausnahme. Dabei wäre bei Neubauten eine kohlendioxidneutrale oder -arme Energieversorgung technisch und auch ökonomisch einfach zu realisieren.

Öffnet externen Link in neuem FensterAnbieter zum Thema "Klimafreundliches Wohnen und Bauen"

Öffnet externen Link in neuem FensterAnbieter-Link zum Thema Heizen

 

Bei Neubau oder Sanierung solare Gewinne nutzen

Möglichst viele solare Gewinne sollten möglich sein. Deshalb ist eine Südausrichtung und wenig Verschattung des Gebäudes wichtig. Auch die Wahl der Fensterflächen an den richtigen Stellen spielt hier eine große Rolle
 
Kältebrücken vermeiden bzw. eleminieren
 
Biologische und atmungsaktive Dämmsysteme verwenden; der Energiebedarf für die Erzeugung eines Dämmstoffes und die spätere Entsorgungsmöglichkeit sind hierbei für einen KLIMAMENSCHEN wesentliche Entscheidungskriterien
 
Ein Holzhaus speichert je nach Größe bis zu 40 Tonnen CO2 ab, was somit unser Klima schont
 
Bitte unbedingt in Betracht ziehen, ein sehr energieeffizientes Haus zu bauen.  So schont man das Klima und den Geldbeutel. Wenn möglich eines mit einem sehr sparsamen Energiestandard*, wie z.B. Passivhaus oder Nullenergiehaus. Wenn nicht  möglich, mindestens ein KfW-Effizienzhaus 55 oder ein KfW-Effizienzhaus 70 erstellen. 

*Der Energiestandard eines Gebäudes legt fest, wie hoch der Energiebedarf des bewerteten Hauses pro Quadratmeter Wohnfläche und Jahr sein darf. Generell wird ein bestimmter Energiestandard durch bauliche Maßnahmen und Haustechnik erreicht. (Das Nutzerverhalten hat keinen Einfluss auf den Standard, beeinflusst aber den wirklichen Verbrauch.)
 
Eine Heiztechnik wählen, die hilft, Primärenergie und Kohlendioxid einzusparen und gleichzeitig die Möglichkeit bietet, über die Lebensdauer der Anlage Geld zu sparen.

Auf was kann ich als Mieter achten

Haushaltsgeräte der Energieeffizienzklassen A+++, A++ oder zumindest A+ verwenden.
 
Biologisches Interieur (Möbel, Textilien, Böden, Farben etc.) wählen.
 
Falls Sie die Möglichkeit haben, bzgl. der Wahl von Baumaterialien, wie z.B. Dämmstoffe, Fenster und Heiztechnik auf den Vermieter Einfluss zu nehmen, tun Sie das im Sinne des Klimaschutzes.

Energiespartipps

Generell gilt es so viel wie möglich Strom zu sparen.

Fragen Sie z.B. einen Fachmann, ob Ihr Heizungspumpensystem optimiert werden kann. Bei vielen Systemen kann der Stromverbrauch in nur wenigen Schritten um bis zu 80% gesenkt werden.
 
Im Winter richtig Lüften (Stoßlüftung). Die Fenster nicht länger als nötig offen halten.
 
Heizkörper heizen lange nach, deshalb rechtzeitig abdrehen.