Circa 50% der im Haushalt benötigten Energie entfallen auf die Heizung. Hierin liegt ein großes Potential für den Klimaschutz und für den eigenen Geldbeutel. Hausbesitzer können vieles tun durch verbesserte Wärmedämmung, den Einsatz von energiesparenden Heizsystemen, durch die Nutzung von erneuerbaren Energien (z. B. Solaranlagen) oder den Anschluss an Fernwärme. Aber auch jeder einzelne Wohnungsnutzer und Klimamensch kann durch folgende Tipps verhindern, dass unnötig Energie und Geld verheizt wird.
Die richtige Temperatur für jeden Raum
Bei folgenden Temperaturen fühlen sich erfahrungsgemäß viele wohl: In der Küche, im Wohn- und Kinderzimmer genügen normalerweise 20 Grad Celsius, im Schlafzimmer reichen 15 bis 18 Grad, im Bad während der Nutzungszeit 23 Grad und im Flur 15 Grad. Jedes Grad Celsius weniger bedeutet eine Ersparnis von ca. 6%. Nachts sollte man wenn möglich die Temperatur absenken. So ist z.B. ein Absenkung der Temperatur im Wohnzimmer auf auf 16 bis 18 Grad sinnvoll. Eine Absenkung um mehr als 5° C ist nicht zu empfehlen, da sonst ein Wiederaufheizen lange dauert und zuviel Energie verbraucht. Außerdem ist
richtiges Lüften energiesparend und klimafreundlich.
Schwachstellen im Raum beseitigen
Heizkörpernischen sind die dünnsten Stellen in der Außenwand. Hier hilft eine zusätzliche Dämmung, wenn ausreichend Platz hinter dem Heizkörper vorhanden ist. Undichte Fenster können mit einem Dichtungsstreifen, -leisten, -profile und -bänder aus Schaumstoff oder Gummi abgedichtet werden. Noch besser wärer direkt den Vermieter auf das Problem anzusprechen. Der Einbau von Fenstern mit Wärmeschutzverglasung spart viel Energie. Heizkörper sollten nicht hinter Möbeln versteckt werden, damit die warme Luft im Raum zirkulieren kann. Ist die Wandtemperatur an diesen Stellen deutlich niedriger als die Temperatur des Raums, so kann Tauwasser kondensieren und Schimmel entstehen.
Rollos in der Nacht runter
In der Nacht verringern Außenjalousien, Fensterläden oder Vorhänge den Wärmeverlust durchs Fenster. Vorhänge sollten die Heizkörper nicht verdecken, damit sich die warme Luft nicht zwischen Vorhang und Fenster staut. Es gilt, daß geschlossene Vorhänge die Wärmeverluste um circa 10 % und Rollläden bzw. Fensterläden den Verlust sogar um bis zu 30 % senken.
Unbeheizte Räume
Die Türen zu unbeheizten Räumen, zum Beispiel zum Schlafzimmer, sollten konsequent geschlossen bleiben. Strömt die warme Luft in kalte Räume, kühlt sie ab und es kannsich der Wasserdampf leicht als Kondensat an den Außenwänden niederschlagen und die Schimmelbildung begünstigen.
Ihr Klimamensch Team