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Worauf es beim ökologischen Bauen ankommt

(djd). Deutschland hat vergleichsweise strenge Regeln und Gesetze, um die Gesundheit seiner Bürger zu schützen. Angesichts von rund 20.000 verschiedenen chemischen Verbindungen, die beim Bau eines Hauses zum Einsatz kommen können, fühlen sich viele Bauherren dennoch verunsichert. Denn fast jeder legt Wert darauf, sein künftiges Heim möglichst wohngesund und schadstoffarm zu gestalten.

Jeder Bauherr hat andere Ansprüche

Das perfekte ökologische Haus aber gibt es nicht. Laut Stefan C. Würzner, Sachverständiger für ökologisches Bauen und Bauherrenberater des Bauherren-Schutzbund e. V. (BSB), differieren schon die Ansprüche der Bauherren stark. Während für den einen vor allem ein schadstoffarmer Innenausbau wichtig ist, möchte sich ein anderer vor Elektrosmog schützen. Ein Dritter wünscht sich ein Haus, dessen Gesamtbilanz ökologisch optimal ausfällt. Bei einem neu zu bauenden Haus müssen im Prinzip alle Gewerke durch die "Wunschbrille" des künftigen Hausbesitzers betrachtet werden. Wer konsequent ökologisch bauen will, wird beispielsweise nachwachsende Baumaterialien und Dämmstoffe bevorzugen, die bereits bei der Rohstoffgewinnung und Herstellung und bis hin zur Entsorgung gut abschneiden. Wer Elektrosmog reduzieren möchte, muss besonderes Augenmerk auf die Installationstechnik legen.

Gestaltungsspielräume nutzen

Bei Kompletthausanbietern sind die Materialien meist bereits festgelegt, so dass der Kunde hier wenig Spielraum hat, spezielle Wünsche einzubringen. Im Innenausbau bei Wand-, Decken- und Bodenbelägen besteht dagegen oft noch mehr Gestaltungsfreiheit. Hier lassen sich Naturbaustoffe wie Lehm- oder Kalkputze, diffusionsoffene und schadstofffreie Farben oder unversiegelte, geölte Holzböden einsetzen. "Wer sich nicht ganz sicher ist, wo seine Bedürfnisse genau liegen, der kann sich mit der Hilfe eines unabhängigen Bauherrenberaters mehr Klarheit verschaffen", empfiehlt Würzner. Weitere Informationen zum ökologischen Bauen und Modernisieren sowie die Adressen unabhängiger Bauherrenberater gibt es unter www.bsb-ev.de im Internet.

Alte Dächer richtig dämmen

Alte, unzureichende oder nicht vorhandene Dachdämmungen kosten viel Energie und treiben die Heizkosten hoch. Wer Wert auf ökologische Baustoffe legt, kann als Alternative zu herkömmlichen Materialien auch im Altbau Dämmungen auf Hanf- oder Zellulosebasis einsetzen. Zellulosefasern oder Holzweichfaserplatten haben einen besonders guten sommerlichen Wärmeschutz, so dass es in den Räumen kühler bleibt, wenn die Sonne aufs Dach brennt. Unter www.bsb-ev.de gibt es mehr Informationen und fachmännischen Rat von Sachverständigen.