Seit Fukushima haben Ökostromanbieter einen großen Zulauf. Es wechseln immer mehr Menschen auf Ökostrom, um so einen Beitrag zur Energiewende zu leisten. D.h. weg vom Atom- und Kohlestrom und hin zu erneuerbaren Energien. Es stellt sich hier die Frage, welche Anbieter seriös sind und ob diese wirklich nur umweltfreundlich erzeugten Strom offerieren und nicht auch noch Tarife mit Strom aus herkömmlichen Quellen wie Atom oder Kohle. Es gibt in Deutschland momentan nur folgende, wirklich relevante Gütesiegel für Ökostrom - nämlich das Grüner Strom Label und das ok-power Label.
Grüner Strom Label
Das goldene Label kennzeichnet Ökostrom, der zu 100 Prozent aus regenerativen Quellen stammt. Das silberne Label wird für Strom vergeben, der zu 50 Prozent über Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) erzeugt wird.
ok-power Label
Der EnergieVision e.V. verfolgt das Ziel, Nachhaltigkeit und Transparenz im liberalisierten Energiemarkt zu fördern. Zu diesem Zweck zeichnet der EnergieVision e.V. Ökostromprodukte, die für einen Ausbau der Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energiequellen und effizienter Kraft-Wärme-Kopplung sorgen, mit dem ok-power Label aus.
Die Landesgewerbeanstalt Bayern (LGA) hat verschiedene Prüfzeichen für Ökostrom. Für das Prüfzeichen "Öko-Strom (regenerativ)" muss der Strom aus regenerativen Energiequellen erzeugt werden und zwar analog zur Definition des Erneuerbare Energien-Gesetzes, also aus Wasserkraft (regenerativ mit natürlichem Zufluß), Windkraft, Sonnenenergie, Geothermie, Deponie-/Klärgas und Biogas. Es müssen Investitionen in Neuanlagen auf Basis einer Marktprognose erfolgen.
Für das Prüfzeichen "Öko-Strom (effektiv)" müssen mindestens 25 Prozent der Energie aus regenerativen Quellen stammen. Die restliche Strommenge muss mittels effektiver Kraft-Wärme-Kopplung erzeugt werden. Auch hier müssen Investitionen in Neuanlagen auf Basis einer Marktprognose erfolgen. Diese Siegel können sowohl von Stromanbietern als auch von gewerblichen Verbrauchern erworben und zu Werbezwecken eingesetzt werden.